Dinge, die eine Krankenschwester nicht sagt

Dinge, die eine Krankenschwester nicht sagt

Sonstige

Von KlinikRente — 20.08.2018

Dinge, die eine Krankenschwester nicht sagt

Als Krankenschwester oder Pflegekraft setzt du dich andauernd mit Patienten, Angehörigen und Kollegen auseinander. Oft wirst du dabei mit nervigen oder auch skurrilen Situationen konfrontiert. Wir haben 15 Dinge zusammengefasst, die du in solchen Momenten wahrscheinlich niemals sagen würdest, dir aber bestimmt oft genug gedacht hast.

„Natürlich können Sie mich duzen.“
Oftmals duzen dich Patienten, ohne vorher zu fragen. Das kann nervig sein, vor allem weil man das Patienten-Angestellten-Verhältnis wahren möchte. Manche Patienten realisieren gar nicht, dass du gesiezt werden möchtest und ein „Du“ unangebracht ist. In dem Fall hilft es nur, den Patienten freundlich darauf aufmerksam zu machen, dass du nicht geduzt werden möchtest.

„Ich sehe im Schlupfkasack spitze aus.“
Klar sieht deine Arbeitskleidung nicht immer vorteilhaft aus, vor allem wenn du einen Kasack in einer viel zu großen Größe tragen musst. Das Vorurteil der „sexy Krankenschwester“ erfüllst du damit schon mal nicht. Aber deine Arbeitskleidung soll ja auch funktional sein und ihren Zweck erfüllen. Die Vorteile des Kasacks überwiegen, auch wenn er nicht unbedingt gut aussieht.

„Das Drei-Schicht-System ist total super.“
Im Schichtdienst zu arbeiten ist nicht immer einfach. Nachtschichten, der Wechsel zur Frühschicht und der Wochenenddienst belasten den Körper. Umso wichtiger ist es für dich, fit und leistungsfähig zu sein und auch zu bleiben. Mit einfachen Tricks wie der richtigen Ernährung oder leichten sportlichen Übungen bist du für anstrengende Schichtdienste gewappnet.

„In meiner Pause hat kein einziger Patient geklingelt.“
Denn genau dann, wenn du dich endlich an den Tisch setzt, um eine Pause zu machen, klingelt der Patient aus Zimmer 213. Wenn deine Kollegen dann keine Zeit haben, musst du wohl oder übel deine wohlverdiente Pause unterbrechen. Und das kommt natürlich häufiger vor. Auch wenn du dich um deine Patienten kümmern musst, solltest du deine Pausen immer wahrnehmen.

„Im Nachtdienst bin ich immer hellwach.“
Frühdienst, Spätdienst, Nachtdienst – das kann den Biorhythmus schon einmal durcheinander bringen. Irgendwann gewöhnt sich dein Körper zwar daran, doch der Wechsel zu Nachtschichten fällt  besonders schwer und ein erholsamer Schlaf bleibt auf der Strecke. Mit einigen einfachen Methoden kannst du deine Schlafqualität trotz Schichtdienst deutlich verbessern und bist dadurch während der Arbeit wacher und entspannter.

„Elektronische Hilfsmittel funktionieren einwandfrei.“
Dank Pflege 4.0 wird sich die Technik stark weiterentwickeln. Elektronische Fallakten, Pflegeroboter oder intelligente Matratzen – in Zukunft wird es immer mehr digitale Geräte geben, die dir deine Arbeit erleichtern sollen. Dass manche Geräte heutzutage manchmal nicht so funktionieren, wie sie sollen, kommt vor und bedeutet für dich einen Mehraufwand. In ein paar Jahren sollen die elektronischen Helfer deinen Arbeitsalltag allerdings deutlich vereinfachen.

„Ich befolge gerne Pflegetipps von Angehörigen.“
Besorgte Angehörige mischen sich schnell mal in den Heilungsprozess deines Patienten ein. Das kann ganz schön nervig sein. Aber Moment mal: Wer hat hier noch mal das medizinische Fachwissen? Viele Menschen denken nicht darüber nach, dass du dir während deiner Ausbildung ein detailliertes Wissen angeeignet hast. Sie sorgen sich um ihr Familienmitglied und wollen nur das Beste.

„Wir sind kein Krankenhaus, sondern ein Hotel.“
Einige Patienten sehen dich nicht als Krankenschwester oder Pflegekraft, sondern als Zimmermädchen. Der Aufenthalt im Krankenhaus wird ausgenutzt. Unrealistische Vorstellungen von einem Service im Krankenhaus sind nichts Neues. Erinnere die Patienten freundlich daran, dass sie sich in einem Krankenhaus befinden und du ihnen keinen Rundumservice bieten kannst. 

Dinge, die eine Krankenschwester nicht sagt

„Das Sortieren der Medikamente ist meine Lieblingsaufgabe.“
In jedem Job gibt es Aufgaben, die man weniger gerne macht. Ebenso im Beruf einer Krankenschwester. Doch mit den richtigen Kollegen kann jede noch so unliebsame Aufgabe Spaß machen. Und wenn du die unliebsame Tätigkeit erledigt hast, warten wieder schönere Aufgaben auf dich.

„Natürlich habe ich Zeit, um mit Ihnen zu plaudern.“
Manche Patienten würden dir wahrscheinlich gerne ihre Lebensgeschichte erzählen, doch dafür hast du nicht immer Zeit. Auch wenn du dich gerne mit jemandem unterhalten würdest, gibt es auf deiner Station noch andere Menschen, die auf dich warten. Es ist aber trotzdem schön, wenn man jemandem helfen kann, indem man sich einfach seine Sorgen anhört. Das macht die Patienten glücklich und dich auch.

„Schon wieder Wochenende? War doch erst vor 12 Tagen.“
Ein freies Wochenende kommt im Schichtdienst eher seltener vor. Unterbesetzung, Stress und Zeitdruck auf den Stationen belasten deinen Körper zusätzlich. Deswegen ist es wichtig, deine freien Tage in vollen Zügen zu genießen. Eine dauerhafte Belastung deines Körper strapaziert nämlich auch deine Gesundheit.

„Ruft mich ruhig an meinem freien Tag an, ich springe gerne ein.“
Die Station ist sowieso schon unterbesetzt und dann meldet sich auch noch ein Kollege krank. Das heißt, du musst spontan einspringen. So schnell ist der freie Tag auch schon wieder vorbei. Klar möchtest du deine Kollegen unterstützen und bist auch an deinem freien Tag bereit zu arbeiten. Doch Entspannung und Freizeit sind genauso wichtig.

„Ich klage nie über Rückenschmerzen.“
Dein Rücken macht bei deiner Arbeit ganz schön viel mit. Während der Schicht musst du Patienten aus dem Bett helfen oder schwere Dinge tragen. Klar, dass dir der Rücken durch die ständige Belastung irgendwann wehtut. Der Einsatz von technischen Hilfsmitteln und die Befolgung kleiner Alltagstipps helfen dir, rückenfreundlich zu arbeiten.

„Natürlich renne ich jetzt über den gesamten Flur für Sie.“
Oftmals denken Patienten nicht daran, dass du dich nicht nur um sie, sondern noch um viele weitere Menschen kümmern musst. Kleine Besorgungen nebenbei gehören zwar nicht zu deinen Aufgaben, werden von vielen aber trotzdem angefragt. Hier musst du entscheiden, ob du dem Patienten den Gefallen tun möchtest oder nicht.

„Ich kann alles lesen, was der Arzt notiert hat.“
Oftmals ist die Schrift der Ärzte unleserlich. Da gleicht das Lesen eines Berichtes manchmal dem Entschlüsseln von Hieroglyphen. Doch dafür bist du bestimmt schon ein Profi. Und wenn alles Erraten nicht mehr hilft und ein Wort wirklich so gar nicht zu entziffern ist, kannst du immer noch bei dem Verfasser nachfragen, was das Gekritzel genau bedeuten soll.